Die Slowakei ist ein Land reich an Mineral- und Heilquellen (zur Zeit sind mehr als 1200 Heilquellen registriert) und gehört zu den Ländern mit traditionellem, entwickeltem Bäderwesen.
So wie in anderen europäischen Ländern entstanden urzeitliche Ansiedlungen und Orte in jüngeren Epochen auch hier meistens in der Nähe von Mineral- und Thermalquellen.
Die slawische Bevölkerung gab den Orten mit Mineralquellenvorkommen Namen, die ihre Besonderheiten wie Temperatur, Geschmack, Farbe usw., charakterisierten. Die erste
systematische Beschreibung der Mineralwasser und Heilbäder der Slowakei wurde von Juraj Wernher dokumentiert und in einem Werk präsentiert, das bereits im Jahre 1549 in Basel
erschien.
Das Kurwesen in der Slowakei hat traditionell einen sehr komplexen Charakter. Neben balneologischer, physikalischer Therapie und Heilgymnastik werden auch
alle anderen bekannten diagnostischen und therapeutischen Mittel angewandt.
Durch die geologisch-tektonische Entwicklung der Westlichen Karpaten bildeten sich
zahlreiche Mineralquellen heraus, die sich durch unterschiedlichste chemische Zusammensetzung und physikalische Eigenschaften auszeichnen. Unter den Thermalquellen in der
Slowakei findet man vor allem sulfat-, kalk- und schwefelhaltige Thermen (Piestany, Trencianske Teplice), sulfat-, kalkhaltige Thermen ohne Schwefelwasserstoff (Sklene Teplice, Turcianske Teplice, Kovacova), erdkalische Thermen
(Bojnice, Rajecke Teplice) und Kohlensäurethermen (Sliac, Dudince).
In der Slowakei gibt es zur Zeit 25 staatlich
anerkannte Kurorte. Alle Quellen sind Eigentum des Staates und gesetzlich geschützt. Die Kurorte haben den gesetzmäßig bestätigten Statut eines Kurortes, was zur Entwicklung
und zum Schutz des Kurgebietes beiträgt. Alle Kurorte, die Heilkuren anbieten, stützen sich auf medizinische Erkenntnisse.
Das Angebot der slowakischen Kurorte enthält Heilbehandlungen für Patienten nach schweren Erkrankungen, primäre und sekundäre Prävention sowie ein breites Angebot an Kururlaub-, Rekonditions-, und Wellnessaufenthalten.